
Der Sonntag ist für viele Menschen ein gemeinsamer freier Tag, um sich zu treffen oder etwas zu unternehmen. Wenn der Sonntag zum Werktag wird, dann geht er als gemeinsamer Tag verloren.
Ihre Meinung ist uns wichtig und wir wollen Sie fragen, wie Sie Ihren Sonntag gestalten.
Eberhard Kühn Pfarrer und Dekan Evang. Dekanat Kronberg |
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Der Sonntag ist in Gefahr.
Noch ist er der gemeinsame freie Tag für die meisten Deutschen. Doch jetzt öffnen immer mehr Geschäfte an Sonntagen. Was früher die Ausnahme war, wird heute mehr und mehr zur Regel. Immer mehr Menschen müssen sonntags arbeiten. Viele kleine Geschäfte geraten durch die Öffnung großer Ladenketten wirtschaftlich unter Druck. Es wird immer schwerer, gemeinsame Freizeit zu gestalten und zu erleben. Seit einiger Zeit wird über die Abschaffung des Ladenschlussgesetzes diskutiert. Offen ist, ob der Sonntag verkaufsfrei bleiben wird.
10 Argumente für den freien Sonntag und 7 Argumente gegen die Ladenöffnung am Sonntag finden Sie hier. Erarbeitet haben sie Vertreter des Ausschusses für Gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Dekanat Kronberg und des Katholischen Bezirks Main-Taunus, um Sie bei Ihren Diskussionen und Aktionen zu unterstützen. Außerdem bitten wir Sie den Fragebogen auszufüllen, der Aufschluss über das Sonntagsverhalten geben soll. Und Material stellen wir zur Verfügung.
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Die verkauftsoffenen Advents-Sonntage in Berlin verstoßen gegen das Grundgesetz. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Die Sonntage seien aus religiösen Gründen als Tage der Arbeitsruhe besonders geschützt, heißt es in dem Urteil. Gegen die Ladenöffnungszeiten hatten die evangelische und die katholische Kirche geklagt.
Erste Reaktion von Dekan Eberhard Kühn: "Bemerkenswert ist es, dass das oberste deutsche Gericht nicht einfach nur auf die kirchlichen Argumente eingegangen ist, sondern in seinem Urteil eine gesamtgesellschaftliche Notwenigkeit sieht."
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