Denken und Andenken
an tote und lebende Kinder
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INFANTIA, Kindheitsmodelle 1:1
Reinhart Büttner hat sich wie alle nachdenklichen Menschen sehr viel mit der Kindheit beschäftigt, mit der Kindheit des Leibes, der Kindheit des Geistes und der Kindheit der Seele, nicht zuletzt, um dadurch Aufschluss zu erhalten über die Bedingungen eines leiblich, geistig und seelisch gelingenden Erwachsenenlebens, eines Alterns und eines entsprechenden Todes.
Da er Künstler ist, also ein idealistischer Materialist und praktischer Theoretiker sind diese subjektiven Objekte das Ergebnis seiner Beschäftigungen, die er Ihnen in der Auswahl aus seiner Sammlung „INFANTIA, Kindheitsmodelle 1:1“ vor-, aus- und hinstellt. Diese Sammlung ist eine unabgeschlossene Werkgruppe, irgendwann in den 70gern begonnen, wird sie bis auf den heutigen Tag unregelmäßig erweitert. Bislang umfasst sie ungefähr 300 Stücke, die sich nur darin gleichen, dass es allesamt schwarze Assemblagen, Montagen und Objekte sind, größtenteils aus Holz, aber auch aus Metall, Karton und Textil.
Schwarz ist nicht düster, es gilt als Farbe verschiedener Trachten, Zünfte und Berufe, der Strenge und Bescheidenheit, der Gelehrsamkeit und der Würde. Und es ist als Negation der Farbe letztlich die abstrakteste Farbe überhaupt, die den idealen Hintergrund abgibt für alles, was immer sich davor abspielt.
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