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Kein Schaufenster der Region Es wird kein Schaufenster der Region im Main-Taunus-Zentrum geben. Die Idee der Gemeinde Sulzbach und der beiden Kirchen gemeinsam mit anderen Anbietern wie der Taunus-Touristik an einem festen Ort im größten Einkaufszentrum Hessen präsent zu sein, lassen sich nicht umsetzen. In einem Planungsgespräch im Sulzbacher Rathaus gab Bürgermeisterin Renate Wolf als Grund die Personalkosten an. Im Unterschied zu den Kirchen, denen neben einer hauptamtlichen Projektbegleitung viel ehrenamtliches Engagement zur Verfügung stehe, hätten die Taunus-Touristik ebenso wie andere mögliche Anbieter mehrere Personalstellen einrichten müssen, die sich angesichts der finanziellen Lage der beiden Landkreise Hochtaunus und Main-Taunus nicht darstellen ließen, sagte die Bürgermeisterin. Centermanager Matthias Borutta erteilte einem reinen Kirchenladen eine Absage, da die Grundidee des Fensters der Region als Präsentations- und Dienstleistungscenter wesentlicher Institutionen der beiden Landkreise nicht mehr gegeben sei. Die Belegung der Shops in einem Shoppingcenter unterliegten konzeptionellen Überlegungen, welche Handel und Dienstleistung vorsehen, nicht aber reine Beratungs- oder Informationsangebote. Ausdrücklich lobte der Centermanager die bisherige Zusammenarbeit mit dem ökumenischen Adventsprojekt Himmlisch-Nah Bezirksdekan Franz Lomberg und Günter Adam vom katholischen Bezirk Main-Taunus zeigten sich enttäuscht über das Ende einer kirchlichen Präsenz im MTZ. Die Aussicht auf einen festen Ort der Kirchen sei über fünf Jahre der Motor für viele Ehrenamtliche gewesen, sich bei Himmlisch-Nah mit dem Verkaufsstand „fair-schenken“ und der Adventsbühne zu engagieren. In den letzten sechs Jahren habe das Centermanagemant immer wieder einen festen Ort für die Kirchen im Neubau des Main-Taunus-Zentrums in Aussicht gestellt und im März vergangenen Jahres einen Raumplan vorgelegt. Ein Nutzungskonzept hätten die Kirchen Anfang 2010 vorgelegt und von Anfang an nicht nur die Besucher des Einkaufzentrums im Blick gehabt, sondern ebenso die zahlreichen Mitarbeiter, wie es in vielen Großstädten, so wie in Frankfurt an der Zeil mit der Liebfrauenkirche und der Katharinenkirche, angeboten wird. Dekan Eberhard Kühn vom Evangelischen Dekanat Kronberg wies darauf hin, dass keineswegs nur Käufer das Main-Taunus-Zentrum bevölkerten. Viele würden das MTZ als ganztägigen Aufenthaltsort nutzen, „Menschen mit mancherlei Fragestellungen und Problemen“. Sich diesen Menschen zuzuwenden müsse auch im Interesse des MTZ sein. Nach den guten Erfahrungen der letzten Jahre bedauerte Kühn, dass das Centermanagement in den letzten Monaten keine Zwischensignale gesendet habe und nach allen konkreten Planungen der Kirchen jetzt so plötzlich absage. Er hielte es aber nach wie vor für wichtig, über kirchliche Projekte in der Ladenstraße nachzudenken und gemeinsam mit dem Centermanagement neue Formen kirchlicher Präsenz zu entwickeln. Die Absage an die Kirchen beschäftigte auch den Bezirkssynodalrat des Katholischen Bezirks Main-Taunus. Sehr positiv wurde die ökumenische Zusammenarbeit bewertet. Die Mitglieder empfahlen den beteiligten engagierten Gruppen sich aus dem Main-Taunus-Zentrum zurückzuziehen und verstärkt die Möglichkeiten vor Ort zu suchen, sich auf den Marktplätzen, den neugebauten Einkaufszentren und den Weihnachtsmärkten zu beteiligen und so als Kirche präsent zu sein.
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