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Langenhain Kontakt: Alt-Langenhain 41 Internet:
Pfarrerin Susan Genthe Kirche offen:
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Um ein Kind groß zu ziehen, braucht man ein ganzes Dorf Grundstein für das Kinder- und Familienhaus in Langenhain Die Kinder stecken selbstgemalte Bilder in das Kupferrohr, Ralf-Skähr-Zöller von der Evangelischen Familienbildung fügt das Jahresprogramm hinzu und Bürgermeisterin Gisela Stang steckt noch eine Tageszeitung hinein. Mit diesen und weiteren Beigaben wird das verschlossene Rohr in den Grundstein des zukünftigen Langenhainer Familienzentrums gemauert. Die Bürgermeisterin sagt mit einem Seitenblick auf die Kosten in Höhe von 4 Millionen Euro, hier würden nicht nur teure Räume gebaut, sondern auch „mit dem teuersten was wir haben, unsere Kinder.“ Hier würden neue Maßstäbe gesetzt. „Was überall im Land diskutiert wird, nämlich vier Generationen unter einem Dach, das setzen wir hier um.“ Stang freute sich, dass die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) dieses Familienzentrum als Modellprojekt unterstützt. Wenn die bestehende evangelische Kindertagesstätte Zauberwald zum Kinder- und Familienhaus auf 2400 Quadratmeter Gesamtfläche erweitert ist, werden im Gebäude an der Sportplatzstraße zusätzlich zu den vier Kindergartengruppen zwei weitere Gruppen sowie zwei Gruppen für Kinder unter drei Jahren (U3) und darüber hinaus ein Betreuungsangebot für Grundschüler einziehen. Außerdem wird die Evangelische Familien- und Erwachsenenbildung im Dekanat Kronberg dort Erziehungshilfen, Bildungsangebote und Serviceleistungen wie Babysittervermittlung oder Tagesmütter anbieten. Ralf-Skähr-Zöller verglich die Betreuung von damals, als er selbst noch ein junger Vater war, mit den „vielfältigen Möglichkeiten heute“. Heute stehe die Familie nicht mehr daneben, sondern sie sei mittendrin. Er kündigte Kurse, Freizeiten und Reisen an, ein breites Spektrum von der Elternberatung bis zur Babysittervermittlung. „Familienbildung soll Freude und Power für ein gelingendes Familienleben bringen.“ Und schließlich sprach der Ideengeber und Organisator dieses Modellprojektes der EKHN, Manfred Osckinat, vom Wert der vielfältigen Beziehungen die Heranwachsende brauchen. „Vieles ist in dieser Welt käuflich, nicht aber die Beziehungen.“ Und der Referent aus dem evangelischen Dekanat Kronberg zitierte ein bekanntes afrikanisches Sprichwort: „Um ein Kind groß zu ziehen, braucht man ein ganzes Dorf.“ Im jetzt anstehenden zweiten Bauabschnitt entstehen Räume für das Betreuungsangebot der Wilhelm-Busch-Schule, eine neue Küche, ein Mehrzweckraum, das Außengelände wird fertig angelegt und der Eingangsbereich des Gebäudes wird neu gestaltet. Wenn nach Abschluss der Bauarbeiten das außerschulische Betreuungsangebot für Schüler der Wilhelm-Busch-Schule einzieht und die generationenübergreifenden Angebote der Evangelischen Familien- und Erwachsenenbildung starten, gehen alle vier Angebotsbereiche in die Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Langenhain über. „Wir können jetzt endlich unsere Ideen umsetzen – und das sind viele!“ Fiona Buckhardt, die Leiterin der Schulbetreuung, freut sich auf den Umzug. Denn bisher müssen 70 Schulkinder in einem einzigen Raum in der Schule betreut werden. „Wir zählen die Tage, die Kinder sind ungeduldig.“ Bereits jetzt ist die Einrichtung in Langenhain, wo viele junge Familien zuziehen, voll ausgebucht. Ab Herbst werden 250 Kinder ihren Spaß haben.
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