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Immanuel-
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Pfarrerin
Katharina Stoodt-Neuschäfer
Dr. Bernhard Neuschäfer

   


Evangelische Kindergartenburg mit Eisenbahnanschluss

Der Nikolaus hatte eine richtige Bischofsmütze mit einem Kreuz in der Mitte. Er hielt einen Bischofsstab in der Hand und war keinesfalls zu verwechseln mit einem der Plüschnikoläuse aus dem Kaufhaus. Zum 10-jährigen Jubiläum des evangelischen Kindergartens in Königstein hat er die Kinder besucht und ihnen ein echtes Gemälde mitgebraucht. Die aufmerksame Kinderschar hat dem wunderbaren Besucher das vorgespielt, was sie besonders gut können. Sie waren Schaffner und Fahrkartenkontrolleure, Heizer und Lokomotivführer und jede Menge Reisende. Denn der Königsteiner Kindergarten liegt direkt an der Königsteiner Kleinbahn. Deshalb sehen die Gruppenräume auf der Bahnseite aus wie Eisenbahnwaggongs. Und in dem gigantischen Spielflur mit Rampen sind Schienen aufgeklebt.

„In gewisser Weise stehen wir hier immer unter Dampf“ sagte Pfarrerin Katharina Stoodt-Neuschäfer, denn in diesem Kindergarten stecke viel Dynamik in einer sich rasant verändernden Welt. Die Eisenbahn zeige an, „dass wir in Bewegung sind und bleiben wollen“. Markenzeichen seien die Musik und die tägliche Wertevermittlung, „unaufdringlich, aber beharrlich und freundlich“. Und der Dampf vermittle Gottes Geist der Kinderfreundlichkeit. Gudrun Gastreich, die den Kindergarten seit 1997 leitet, ergänzte, kinderfreundlich sein heiße aber auch, das Tempo rauszunehmen und sich immer wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. „Wir machen nicht jede gesellschaftliche Mode mit, sondern setzen bewusst auf gute Beziehungen zu den Kindern.“

Von außen erinnert der Kindergarten an eine Burg mit Brücke und Graben. Auch dieser Bau habe den Kindern eine innere Heimat gegeben, stellte die Pfarrerin fest. Diese „Kinderburg“ habe dazu beigetragen, dass die Kinder „die nächsten Schritte in der Schule fröhlich und selbstbewusst gehen“. Alle wichtigen biblischen Geschichten, die sie interessierten, seien ihnen in den vergangenen 10 Jahren wenigstens dreimal erzählt worden. Dass die Kinder einmal ausbleiben könnten, fürchtet sie nicht. Die Warteliste sei immer noch lang genug.

 

 

 

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