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Propstei
Süd-Nassau

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Propst Sigurd Rink wiedergewählt

Die Synode der Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat bei ihrer laufenden Tagung im Frankfurter Dominikanerkloster Dr. Sigurd Rink zum Propst für Süd-Nassau mit großer Mehrheit wiedergewählt. Rink erhielt 123 Stimmen der 141 Synodalen. In seiner Rede zur Wahl für seine zweiten Amtsperiode, die erste begann 2003, sagte Rink, Visitation und die Gewinnung von theologischem Nachwuchs seien ihm die wichtigsten Anliegen für die Zukunft der Kirche. Die Visitation, die innerkirchlich auch kirchlicher Besuchsdienst genannt wird, sei ein wichtiges Leitungsinstrument für die Pröpste und die Kirchenleitung. Künftig sollten noch mehr Ergebnisse aus den Erfahrungen der Kirchengemeinden vor Ort in die Entscheidungen der Leitungsgremien der EKHN einfließen.

Mehr Augenmerk solle die Kirche künftig auf den theologischen Nachwuchs und der Ausbildung der jungen Pfarrerinnen und Pfarrer legen. Wer für den Beruf des Pfarrers geeignet sei, könne schon früh durch Begleitung der Theologiestudierenden und der Vikare gesichert werden. Wichtig sei, „dass wir genügend und guten Nachwuchs für den Pfarrstand bekommen“, sagte das Mitglied des Leitenden Geistlichen Amtes, dessen Propstei 220 Kirchengemeinden umfasst.

Sigurd Rink ist in seiner Funktion als Propst für Süd-Nassau Mitglied des LGA, dem theologischen Leitungsgremium der EKHN und war turnusgemäß auch Mitglied der Kirchenleitung. Rink hat mehrere kirchliche Funktionen inne: Er ist Vorsitzender der Konvente der Evangelischen Akademie Arnoldshain im Taunus, der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Unternehmer (AEU) gehört er als theologischer Berater an. Der promovierte Theologe hat zudem die Vizepräsidentschaft des Evangelischen Bundes in der EKD (Bensheim) übernommen und wurde in diakonische Vorstände wie der Heime Scheuern und der Stiftung Friedenswarte berufen.

Rink, 1960 in Frankfurt am Main geboren, war vor der Übernahme des Propstamtes Pfarrer in Usingen/Taunus und Pfarrer in Königstein-Falkenstein. 1998 wurde er persönlicher Referent des Kirchenpräsidenten und Kirchensprecher der EKHN, bevor er 2002 zum Propst mit Sitz in Wiesbaden gewählt wurde.

Der 48-Jährige ist mit einer Musikwissenschaftlerin verheiratet und lebt mit seiner Frau Gabriele und drei Kindern im Jugendalter in Wiesbaden.