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Seniorenberatung

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65824 Schwalbach
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Aufsuchende Seniorenarbeit in Schwalbach

Ein Hilfeangebot für allein lebende ältere Menschen

Schwalbach. Wenn im Alter die eigenen Kräfte nicht mehr ausreichen um verschiedene praktischen Fragen des Lebens zu lösen, dann wird das Alleinleben schwierig. Oft leben die Kinder weiter entfernt oder die Nachbarn können nicht in allen Fragen helfen. Dafür hat jetzt das Diakonische Werk Main-Taunus für Schwalbacher Senioren das besondere Hilfeangebot der aufsuchenden Seniorenarbeit eingerichtet. Zwei Mitarbeiterinnen kommen ins Haus und in die Wohnung der älteren Menschen und beraten sie in allen Fragen der praktischen Lebensbewältigung. Zusammen mit den Betroffenen entscheiden sie, welche Art der Unterstützung vermittelt oder angeboten werden kann.

Daniela Köhler ist Diplom Sozialpädagogin und ist bereits seit September in Schwalbach unterwegs. Von Anfang an war es ihr ein diakonisches Anliegen in dieses Arbeitsgebiet einzusteigen. Jetzt hat sie noch die Diplom-Psychologin Andrea Fügen als Kollegin bekommen, die ebenfalls Ältere besucht, die meist sehr allein sind und Unterstützung brauchen. Inzwischen betreuen die beiden Beraterinnen 15 Senioren und sie wissen, dass noch viele dazu kommen werden. Die Idee für diesen neuen Dienst hatte die Stadt Schwalbach weil es immer öfter vorkam, dass sich Schwalbacher Bürger erkundigten, wie sie ihre alten Nachbarn unterstützen können oder Kinder nach  Hilfeangeboten für ihre alten Eltern erkundigten.

Es seien oft Menschen mit Demenz, die sehr allein sind und Gespräche und Kontakte brauchen, erklärt Andrea Fügen. Anderen sei ganz klar, dass sie nicht mehr lange im eigenen Haus wohnen könnten und einen Platz im Heim bräuchten. Kinder fragten danach, ob eine gesetzliche Betreuung sinnvoll und möglich sei. Besonders bei psychischen Erkrankungen sei die Vermittlung zu anderen Hilfseangeboten entscheidend. Diese Vernetzung hält auch Bürgermeisterin Christine Augsburger für besonders wichtig. Das neue Angebot ergänze die Seniorenberatung im Rathaus. Als weitere Partner nennt sie die Kirchengemeinden und den Verein Altenhilfe, die Fachstelle Demenz, mit der die Caritas kreisweit arbeitet und auch die ökumenische Diakoniestation.

Die Beratungsstelle, die in einem Raum  im Gemeindezentrum der evangelischen Limesgemeinde am Ostring 15 eingerichtet ist, ist eine wichtige Kontaktstelle für Angehörige oder für Nachbarn, aber die Betroffenen seien normalerweise nicht in der Lage selbst den ersten Schritt dorthin zu tun, erklärt Daniela Köhler. Deshalb sei das Grundprinzip, die Senioren zu Hause zu besuchen. „Und bei der Beratung nehmen wir den Willen des Betroffenen sehr ernst.“ Die Menschen sollten möglichst lange selbstbestimmt zu Hause leben können.

Die Stadt Schwalbach hat den Arbeitsplatz eingerichtet und finanziert die zwei halben Stellen in Höhe von 52.000 Euro jährlich zunächst für zwei Jahre. Danach hofft Bürgermeisterin Augsburger die Stadtverordneten für eine Fortführung überzeugen zu können. Fast ein Drittel der 14.500 Schwalbacher Einwohner sei jetzt schon über 60 Jahre alt. „Und die Zahl der älteren Menschen wird zunehmen.“ Ein solches Angebot in diesem Umfang sei sehr selten und beispielhaft für andere Kommunen. Zu erreichen ist die Aufsuchende Seniorenberatung am besten telefonisch über das Diakonische Werk Main-Taunus, Ostring 17, unter der Telefonnummer Tel. 06196 5035-0.

 

 

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