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„In diesem Haus soll das Leben fließen und sprudeln.“ Mit diesen Worten hat Kirchenpräsident Peter Steinacker am 10. Dezember 2008 das Haus der Kirche in Bad Soden am Taunus eingeweiht. Die Lage des neuen Gebäudes am Rande eines Quellengebietes setzte Steinacker in Beziehung zum Psalmwort, das Gott als die Quelle des Lebens preist. „Wir leben von Gott wie vom Wasser und von Quellen.“ Nach 15 Jahren unterschiedlicher Mietverhältnisse nimmt das neue Gebäude in der Händelstraße 52 die verschiedenen Dienste und Einrichtungen des Evangelischen Dekanats Kronberg auf. Die Evangelische Jugend und die Familien- und Erwachsenenbildung sind wieder unter einem Dach zusammen mit den Fachstellen für Bildung, Gesellschaft und Ökumene. Auch das Büro für Öffentlichkeitsarbeit ist jetzt von Eschborn nach Bad Soden gezogen, Tür an Tür mit Dekan Eberhard Kühn und Präses Peter Ruf. Dicht gedrängt standen die geladenen Gäste aus Kirche und Gesellschaft im großzügig entworfenen Foyer des neuen Hauses, über ihnen eine kunstvoll gestaltete Decke mit raffinierten Lichteffekten. „Wir wollen uns in die Karten schauen lassen“, sagte Dekan Eberhard Kühn gleich zur Begrüßung und spielte damit zugleich auf die durchsichtige Gestaltung des modernen Gebäudes an. Heute fühle er sich wie ein Marathonläufer, der ans Ziel gekommen sei. Der Dekan sprach über die wechselnden Standorte der vergangenen Jahre und dass man jetzt in dieser Konzentration an einem Ort „nahe bei den Menschen“ sein könne. Der Kirche in der Region habe man neue und wichtige Aufgaben zugewiesen, die sie jetzt sehr gut erfüllen könne. Bei dem Hindernislauf auf dem Weg zu einem Haus der Kirche habe man mehrfach die Strecke wechseln müssen. Er sprach von den vielen Objekten, die man angesehen habe und von manchen bürokratischen Hürden. Das das Dekanat Kronberg jetzt am Ziel angekommen sei, verdanke man Oberkirchenrat Markus Keller und seiner Mitarbeiterin Rosemarie Mahlstedt von der Darmstädter Kirchenverwaltung, aber auch der Evangelischen Gemeinde, die das Grundstück zur Verfügung gestellt habe. Um die Kosten in einem erfreulichen Rahmen halten zu können, habe man sehr genau planen und rechnen müssen. Das Foyer mit seiner multifunktionalen und gemeinsamen Nutzung lobte Kühn als Beispiel für das gelungene Raumkonzept. Auch Architekt Gerhard Thiele redete in der Sprache des Sports und nannte das Bauprojekt „sehr sehr sportlich“, und zwar in mehrfacher Weise. Das eine sei der Festpreis von nur 1,1 Millionen Euro für ein Gebäude von fast 600 Quadratmetern Bürofläche. Und er habe mehr liefern wollen als ein Verwaltungsgebäude. „Ein Haus ist immer ein Unikat.“ Und ein freundliches Raunen ging durchs Foyer als Thiele etwas zweideutig meinte, für einen Architekten sei es „eine irre Aufgabe“ für die Kirche zu arbeiten. Und er wünschte, es möge ein lebendiges Haus werden. Nach Angaben von Thiele produziert das Haus der Kirche mehr Energie als es verbraucht. Beheizt wird es durch Erdwärme und es braucht keine fossilen Brennstoffe wie Heizöl oder Erdgas. Eine Photovoltaik-Anlage erzeugt mit 15.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr mehr als die Wärmepumpe benötigt.
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