Termine

Peter Ruf leitet als ehrenamtlicher Präses die Synode und führt die Geschäfte des Dekanatssynodalvorstandes

Kontakt:

Haus der Kirche
Händelstr. 52
65812 Bad Soden a. Taunus
Telefon 06196 5601-0
Fax 06196 5601-29
synode@dekanat-kronberg.de

 

 

 

 

 

   

 

Resolution gegen krankmachenden Fluglärm

Eine Resolution „gegen den krankmachenden Fluglärm in ihrem Kirchengebiet in der Rhein-Main-Region“ hat die Synode des Evangelischen Dekanats Kronberg am 18. November 2011 in Diedenbergen mit sehr deutlicher Mehrheit beschlossen. Von 84 gültigen Stimmen gab es fünf Gegenstimmen und fünf Enthaltungen. Das regionale Kirchenparlament fordert die Verantwortlichen in Kirche und Landespolitik auf, „dafür einzutreten, das die Vereinbarungen der Mediation eingehalten werden und deutliche Nachbesserungen vorgenommen werden, um die Gesundheit der Menschen besser zu schützen“. Die Dekanatssynode fordert den Hessischen Landtag und seine Abgeordneten auf, „für den gesundheitlichen Schutz der Menschen einzutreten und die betroffene Region zu unterstützen“. Die Resolution steht im Internet www.dekanat-kronberg.de. Sie geht auch an die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, die vom 22. bis 26. November in Frankfurt tagt.

Landrat Michael Cyriax, der als Gast eingeladen war, wünschte den Vertretern der protestantischen Kirche ein „selbstbewusstes und offenes Auftreten für den Dienst am Menschen“. Es sei ihm wichtig, dass die evangelischen Christen ihr Profil kennen und zu erkennen geben. Der Landrat äußerte sich auch zum Fluglärm, der ein Drittel der Menschen im Main-Taunus-Kreis zum Teil „existentiell betrifft“. Ganz überraschend käme dies zwar nicht, aber „die Befürchtungen die wir alle hatten, sind übertroffen worden von der Realität“. Er bedauerte, dass die Klagen der Stadt Flörsheim und des Kreises noch nicht vor dem Verwaltungsgericht in Kassel verhandelt worden seien und forderte großzügigere Entschädigungen für die betroffenen Menschen. „Vertrauen wir darauf, dass es noch Einsicht gibt.“ Man solle aber auch auf dem Boden der Realitäten bleiben.

2,75 Millionen Euro bewilligte die Synode für den Haushalt 2012. Dieser steigt um 200.000 Euro, ist aber ausgeglichen. Die wachsende gemeindepädagogische Arbeit in Liederbach, Niederhöchstadt und in der Kronberger Altkönigschule kosten 80.000 Euro mehr, die Familienbildung wird 40.000 Euro mehr aufwenden und die Fundraisingarbeit braucht 60.000 Euro Personalkosten, um wirkungsvoll arbeiten zu können. Größter Aufgabenbereich des Evangelischen Dekanates Kronberg ist der Gemeindepädagogische Dienst mit geplanten Gesamtausgaben von 702.000 Euro. Der größte Teil der Mittel von 1,5 Millionen Euro kommt aus Kirchensteuerzuweisungen der Landeskirche. Bund und Kommunen beteiligen sich mit 424.000 Euro an Kindertageseinrichtungen, 300.000 Euro sind Teilnehmerbeiträge und 75.000 Euro Spenden, überwiegend für die Schwalbacher Tafel, werden angenommen. Der Haushalt wird vom 28.11. bis 2.12.2011 im Haus der Kirche in Bad Soden, Händelstraße 52, zur Ansicht öffentlich ausliegen.

In seinem Bericht über das Dekanat sprach Dekan Eberhard Kühn den Konfirmandenunterricht an, für den die Schulen den Dienstagnachmittag nicht mehr freihalten müssen. Durch die Ausweitung des Nachmittagsunterrichtes sieht er den kirchlichen Unterricht sowie viele andere kirchliche Aktivitäten in Gefahr. Man wälze jetzt Problem auf die einzelnen Schulen und die einzelnen Gemeinden ab. „Es ist nicht zu machen, dass nun Pfarrerinnen und Pfarrer mit jedem Schulleiter einzeln verhandeln sollen.“ Da gäbe es keine Ergebnisse, weil in jeder Konfirmandengruppe Schüler aus fünf bis zehn Schulen sitzen. Kühn kündigte an, dass sich die nächste Synode am 9. März 2012 mit dem Thema Bildung beschäftigen werde.

„Die Diakonie befindet sich in einem Umbruch“ sagte Agim Kaptelli, der Leiter des Diakonischen Werkes Main-Taunus, zum Schwerpunktthema Diakonie. Ihr seien in den letzten zehn Jahren ernorme Aufgaben zugewachsen. Der Alltag sei extrem anspruchsvoll geworden, die Gesellschaft werde pluraler, die Anforderungen komplexer. Gab es vor zehn Jahren nur den Standtort in Schwalbach, so arbeite heute die Diakonie in Hofheim, Hochheim, Kriftel und Flörsheim. Die Mitarbeiterzahl habe sich mehr als verdoppelt und die Kosten mehr als vervierfacht. „Die Spaltung der Gesellschaft in Arme und Reiche hat sich enorm erhöht.“ Ein Viertel lebe an der Grenze zur Armut. Die Tafelarbeit sei ein Ausdruck dessen, dass das Armutsthema ein großes Thema ist. Und eine neue Facette rolle auf uns zu, die Altersarmut. Deshalb müsse sich die Diakonie weiterentwickeln und noch stärker professionalisieren.

Als beschlussfassendes Organ ist die Synode so etwas wie ein Parlament der Kirche. 30 Evangelische Gemeinden zwischen Eppstein und Flörsheim, Sulzbach und Königstein schicken 105 Vertreter in das regionale Kirchenparlament, das zweimal im Jahr an wechselnden Orten zwischen Main und Taunus unter dem Vorsitz von Präses Peter Ruf tagt. Ein Drittel der Delegierten sind Pfarrerinnen und Pfarrer, zwei Drittel gewählte Nichttheologen aus den Kirchenvorständen.


 

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