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Wir schielen nicht auf den Trend DekaArt Konzerts mit neuer Leitung Sie steckt schon halb im Abitur und ist bereits Managerin einer Konzertagentur. Franziska Chrobok aus Kelkheim-Ruppershain ist die ehrenamtliche Führungsspitze der christlichen Non-Profit-Agentur DekaArt-Konzerts. Das 15-köpfige DekaArt-Team hat die 18-jährige jetzt zu ihrer Leiterin erhoben. Ihr zur Seite steht der 27-jährige Christian König aus Schwalbach mit viel DekaArt-Erfahrung. „Das gibt mir einfach die nötige Sicherheit“, sagt die Schülerin. Franziska beschreibt DekaArt als „regionale Plattform für Kultur- und Konzertangebote“. „Und alles ehrenamtlich und ohne Profit.“ Das sei nicht nur etwas für junge Leute, sondern auch für jung gebliebene und mit dem Puppenspiel würde man jetzt auch Kinder erreichen. Und seitdem man den weltbekannten Pantomimen Carlos Martinez im Programm habe, sei DekaArt in der regionalen Kulturszene sehr gut aufgestellt. Und Bands wie die Irish-Folk-Band Iona lockten Fans aus ganz Deutschland an den Taunusrand. Zehn bis fünfzehn Konzerte und Kulturveranstaltungen sind pro Jahr zwischen Main und Taunus zu organisieren. Mit einem Jahr Vorlauf planen die DekaArt-Leute die Veranstaltungen, buchen Bands und Künstler und mieten die Hallen. Sie bereiten die Bühne vor, verteilen Handzettel und kleben Plakate. Sie sitzen an der Kasse, verkaufen Getränke oder CD’s und Plakate. Und am Ende muss alles wieder zusammen geräumt werden. Sie sind Musiker, Mediengestalter, Geschäftsführer, Schüler und Studenten und tun das alles in ungezählten Stunden ihrer Freizeit. „Man rechnet da gar nicht mehr nach“, schwärmt die junge Teamleiterin über die alternativen Arbeits- und Führungsmethoden. Seit 16 Jahren ist DekaArt als Kulturangebot für junge Leute aktiv. Mit gelegentlichen Events wollte man den vielen Ehrenamtlichen, die sich in der Jugendarbeit engagiert haben, etwas bieten, erzählt der Begründer Manfred Oschkinat, der Älteste des Teams. Damals noch Dekanatsjugendreferent holte er den künstlerischen Nachwuchs auf die Bühnen, suchte in der christlichen Musikszene, frage aber auch den weltlichen Bereich an. DekaArt sei eine „Lebensform für Menschen, die in der kirchliche Jugendarbeit groß geworden sind“, sagt der heutige Referent für Bildung und Gesellschaft im Evangelischen Dekanat Kronberg. Viele Künstler transportierten eine Botschaft, andere hätten Texte mit christlichem Hintergrund. So arbeite Carlos Martinez zu biblischen Gleichnissen oder die Musiker von Iona seien auch durch ihren Glauben verbunden. Immer auf der Spur zwischen Szene und Kommerz schiele man nicht nur auf den Trend, sondern wolle „gute hand-made-music“ haben, wo die Authentizität der Live-Musik erlebt werde, erklärt Franziska Chrobok. Vor zweieinhalb Jahren erst hat sie von Christian König etwas von DekaArt gehört. Da war sie als Begleiterin mit auf einer Jugendfreizeit in Norwegen. Jetzt steht sie an der Spitze und hat schon eine Vision: DekaArt als eine Künsterplattform mit vielen Kooperationen. Vorher kommt noch das Abitur und ihr Studienwunsch: Kommunikationswisenschaften und Kunstgeschichte.
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