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Auskommen im Leben mit wenig Geld Erwachsenenbildungsreihe zur frühzeitigen Schuldenberatung startet Immer mehr Haushalte zwischen Main und Taunus sind überschuldet. Helfen „bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist“, soll eine frühzeitige Beratung, insbesondere für junge Familien. Die dafür nötigen Beratungskräfte werden nach Sommerferien in einer umfassenden Qualifizierungsmaßnahme ausgebildet. Das kündigte Manfred Oschkinat vom Evangelischen Dekanat Kronberg an. Die Erwachsenenbildungsreihe „Auskommen im Leben mit wenig Geld“ startet am 2. September 2011, sie umfasst fünf Themenblöcke mit 48 Zeitstunden und findet im Haus der Kirche in Bad Soden statt. Bei dem neuen Projekt arbeiten die Kirchen und der Hessencampus Main-Taunus aufs engste zusammen. Marcus Krüger vom Sozialbüro Main-Taunus koordiniert die Erwachsenenbildungsreihe: „Uns ist es wichtig, dass Menschen lernen, so mit dem Geld umzugehen, dass sie nicht in die Schuldenfalle geraten.“ Für die unteren Einkommensklassen sei das Auskommen deutlich knapper als noch vor einigen Jahren. Für viele beginne die Obdachlosigkeit wenn sie ihre Miete plötzlich nicht mehr bezahlen können. „Das Thema der Micro-Ökonomie wird uns in den nächsten Jahren in der sozialen Arbeit nicht loslassen.“ Seit drei Jahren lassen sich immer mehr Menschen von „Kompass Geld“ beraten, wie sie ihr Geld besser einteilen können. Das Netzwerk für Schuldenprävention berät im Hofheimer Sozialbüro und beim Diakonischen Werk in Schwalbach. Jetzt werden mehr fachlich ausgebildete Beratungspersonen gebraucht, die auch dort beratend tätig werden, wo junge Familien zusammen kommen. „Frühe Hilfen für Familien“ werden in Familienzentren wie in Langenhain oder Bad Soden, aber auch im Mehrgenerationenhaus in Eschborn angesiedelt. Das neue Projekt soll im Rahmen eines Forschungsprojektes mit weiteren Schuldenpräventionsprojekten durch die Universität Gießen evaluiert werden. Der Hessencampus gibt seine Erfahrungen in Ausbildungsfragen in die neue Erwachsenenbildungsreihe. Denn hier ist man nicht nur kompetent im Einsatz neuer Medien, sondern auch in der Beratung für Menschen, die sich beruflich neu orientieren wollen oder müssen. Jeder, der in der sozialen Arbeit tätig ist, kann zum Berater ausgebildet werden, aber auch Ehrenamtliche, die dann durch eine Aufwandsentschädigung vergütet werden. Die Teilnahme an der Bildungsreihe kostet 150 Euro, die in der Regel der Arbeitgeber übernimmt. Anmelden kann man sich bis zum 26. August 2011 im Haus der Kirche 06196 5601-20 oder im Sozialbüro 06192 20789-0.
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