Termine

Notfallseelsorge

Kontakt:


Heiko Ruff-Kapraun
Pfarrer und Psychotherapeut
Tel. 0171-37 44 999
notfallseelsorge@dekanat-kronberg.de

Neue Homepage
www.nfs-mtk.de

 

 

 

 

 

 

 

   

 

Erste Hilfe für die Seele

Speziell ausgebildete Notfallseelsorger kümmern sich seit dem 12. Februar 2012 im Main-Taunus-Kreis um Unfallopfer und Angehörige, um Rettungsärzte und Feuerwehrmänner. Menschen in schicksalhaften Krisen, ob zu Hause oder unterwegs, erhalten jetzt eine psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) durch ein 43-köpfiges Team von Haupt- und Ehrenamtlichen. Die Helfer für die Seele sind innerhalb von 30 Minuten am Einsatzort, wenn sie über die zentrale Leistelle des Main-Taunus-Kreises durch Rettungsdienste oder Polizei gerufen werden.

Die 43 neuen Notfallseelsorger haben ihre Einsatzbereitschaft am 12. Februar um 12 Uhr durch einen ersten Telefonanruf bei der zentralen Leitstelle gemeldet. Zuvor waren sie in der evangelischen Matthäuskirche in Hattersheim-Okriftel und einem anschließenden Empfang durch Propst Sigurd Rink und Kreisbeigeordneten Wolfgang Kollmeyer, für ihren Dienst beauftragt worden. Der Kreis sorgt für die Sicherheit der Helfer, indem er für alle die neuen violetten Notfalljacken angeschafft hat, die sie als Notfallseelsorger der Pyschosozialen Notfallversorgung ausweisen.

25 von ihnen hat der erfahrene Notfallseelsorger und Pfarrer Heiko Ruff-Kapraun innerhalb des vergangenen Jahres ausgebildet. Sechs gehören der "Hilfe für Helfer" an, die das Deutsche Rote Kreuz schon seit längerem für Einsatzkräfte anbietet. Und die Malteser verfügen seit vier Jahren über ausgebildete Mitglieder, die bisher vor allem überregional im Einsatz waren. Jörg Blau, der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes erwartet eine hohe Akzeptanz weil nun alle Dienste über die zentrale Leitstelle gerufen werden. Jetzt habe man ein Gesamtkonzept, in dem im Notfall alle wissen, wo ihr Platz ist. Bis zu 200 Einsätze erwartet Blau pro Jahr.

„Wir können bleiben wenn alle anderen gehen müssen.“ Dieses Motto beschreibt die zukünftige Aufgabe. Wenn Notärzte und Feuerwehrleute bereits zum nächsten Einsatz gerufen werden, bleiben die Notfallseelsorger oft noch für Stunden bei Verletzten und Angehörigen. Schockierten Helfern bieten sie innerhalb von drei Tagen ein Nachgespräch an. Stephan Racky vom Roten Kreuz ist es wichtig, dass die Helfer durch Supervision Unterstützung erhalten.

Sascha Lemberg ist einer der neu frisch ausgebildeten ehrenamtlichen Notfallseelsorger. Der Eppsteiner Unternehmensberater für EDV-Ausrüstungen ist auch aktiver Feuerwehrmann und hat in einem 70-stündigen Ausbildungskurs gelernt, wie man auf Menschen zugehen und trösten kann, wie man sie aufbauen und ihnen Richtung geben kann. „Meine Hemmung zu trösten ist deutlich gesunken“ und in der eigenen sozialen Kompetenz fühlt er sich gestärkt.